//Im Einklang mit der DSGVO Leads generieren: Darauf sollten Sie achten

Im Einklang mit der DSGVO Leads generieren: Darauf sollten Sie achten

Wenn Sie im Internet B2B Leads generieren, sind Sie unweigerlich mit personenbezogenen Kundendaten konfrontiert. Deshalb müssen Sie bei der Leadgenerierung die Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einhalten und Ihre Lead-Formulare rechtskonform gestalten. Sie haben nur dann das Recht, die personenbezogenen Angaben zu verarbeiten und die Nutzeranfragen zu beantworten, wenn Sie vorab deren Zustimmung einholen. Für Werbemaßnahmen zur Leadgenerierung sollten Sie auf diese Vorgaben der DSGVO achten:

DSGVO-Grundsätze für Lead-Formulare berücksichtigen

Wenn Sie Leads im B2B-Bereich generieren, benötigen Sie gemäß Artikel 6 Absatz 1 DSGVO die Einwilligung der Nutzer, um die personenbezogenen Kundendaten zu verarbeiten. Sie dürfen Informationen in Lead-Formularen

  • lediglich für jene Zwecke erheben und nutzen, die Sie mit dem Interessenten vereinbart haben (Zweckbindung)
  • nur dann abfragen, wenn Sie diese benötigen, um die Leads zu bearbeiten (Datenminimierung)
  • nicht im Vorhinein für einen zukünftigen Verwendungszweck sammeln

Nutzungszweck definieren und Einwilligungserklärung klar formulieren

Sie sollten bereits im Vorfeld darüber nachdenken, für welche Zwecke Sie die personenbezogenen Daten nutzen möchten. Auf Basis dieser Überlegungen müssen Sie die Einwilligungserklärung so formulieren, dass sie exakt diese Nutzungsarten berücksichtigt. Üblicherweise benötigen und verwenden B2B-Unternehmen die Daten aus den Formularen, um

  • die Anfrage der Leads zu erledigen
  • potenzielle Kunden via E-Mail oder Brief anzuschreiben und/oder per Telefon zu kontaktieren
  • Werbung in Form von Newslettern, E-Mails oder Einladungen zu Webinaren und Veranstaltungen zu senden

Der Nutzer muss in alle Formen der Datenverwendung eingewilligt haben, die Sie im Unternehmen realisieren möchten. Sie dürfen die Daten aus den Lead-Formularen nur dann speichern und anschließend weiterverarbeiten, wenn Sie dafür eine explizite Zustimmung des Betroffenen haben.

Gemäß Artikel 7 DSGVO müssen Sie den Nachweis erbringen, dass der Nutzer der Datenverarbeitung ausdrücklich zugestimmt hat. Sie sollten die Interessenten um ihre Zustimmung bitten und die Einwilligungserklärung verständlich formulieren. Außerdem informieren Sie die User darüber, dass sie ihre Zustimmung jederzeit widerrufen können.

Lead-Formulare: Pflichtfelder und freiwillige Angaben

In der B2B-Leadgenerierung erheben Unternehmen in der Regel diese personenbezogenen Daten, um neue Kontakte zu generieren.

  • Personaldaten als Pflichtfelder: Anrede, Vor- und Nachname
    Diese Informationen sind notwendig, um den Interessenten anzusprechen. Unternehmen fragen diese personenbezogenen Kundendaten daher in den Pflichtfeldern ab.
  • E-Mail-Adresse im Pflichtfeld
    Für viele B2B-Unternehmen sind E-Mails die üblichen Kommunikationskanäle, um den Leads Inhalte zukommen zu lassen. Um die personenbezogenen Daten zu schützen und deren Missbrauch zu vermeiden, setzen Sie idealerweise das Double-Opt-In-Verfahren ein. Demnach erteilt der Nutzer seine Zustimmung, indem er im betreffenden Feld sein Häkchen setzt. Anschließend senden Sie ihm eine E-Mail, in der er einen Bestätigungslink aktivieren kann. Erst dann wandert seine E-Mail-Adresse in den Verteiler.
  • Angaben zum Unternehmen
    In der B2B Branche werden regelmäßig genauere Informationen zum Unternehmen abgefragt, damit der Anbieter seinen Interessenten geschäftsrelevante Inhalte offerieren kann. Mit Einwilligung des Nutzers können Sie die erhaltenen Daten zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensgröße und Zuständigkeit verarbeiten und dem potenziellen Kunden künftig E-Mails mit individuell angepassten Inhalten schicken.

Zusätzlich zu den Pflichtfeldern kann der Interessent freiwillige Angaben machen:

  • Telefonnummer
    Jene Interessenten, die einen telefonischen Kontakt wünschen, können ihre Telefonnummer in einem optionalen Feld angeben.
  • Aktuelle Probleme
    Als lösungsorientiertes Unternehmen können Sie potenziellen Kunden die Möglichkeit einräumen, aktuelle Probleme und Herausforderungen zu schildern. Anhand dieser Informationen entwickeln Sie Angebote für Webinare und Workshops sowie für eine konkrete Zielgruppenansprache.

Wenn Sie im Internet Leads generieren und in Formularen personenbezogene Kundendaten abfragen, müssen Sie die Einwilligung der Nutzer einholen. Nur dann dürfen Sie diese Informationen zum angegebenen Zweck verwenden.

2018-08-29T10:01:19+00:00

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