//Letzte Ausfahrt DSGVO Teil 2

Letzte Ausfahrt DSGVO Teil 2

Verteiler und Recherchedienste

Uff, geht es Ihnen auch so? Gefühlt stündlich kommen Mails mit der Bitte um kurze Bestätigung, um ein minimales  OK, damit wir uns im digitalen Dschungel garantiert nicht verlieren.

Wie schön, wenn man das Thema Datenerhebung und -speicherung ab und an in Richtung Dienstleister weitergeben oder auslagern kann. Gerade bei Recherchediensten, Adressdatenbanken, Ausschnittsdiensten und Pressedatenbanken sind wir fein raus. Oder?

Zuerst einmal gilt bei Verteilerdiensten: hier wird nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und man kann davon ausgehen, dass diese Daten dort für beispielsweise Presseaussendungen genutzt werden können.

Und in der Regel gehören umfangreiche Presseverteiler in PR und Marketing zum Alltag. Viele Datenverteiler sind allerdings veraltet und oftmals ohne System in den  verschiedensten Bereichen oder Medien abgespeichert. Hier hilft zum Einen konsequentes Ausmisten und Aufräumen, alte Daten zu löschen und zu schauen, dass alle Mitarbeiter auf dem gleichen Stand sind. Generelle Information an alle diejenigen, die mit personenbezogenen Daten arbeiten, lautet das Zauberwort.

Faustregel: Die gute alte Excel Tabelle wird es halt nicht mehr sein können, Datenoptimierung ist das Ziel und Verteilerdaten sind nur zeitnah zu verwenden.

Auch bei Aussendungen über Dritte sollte bei den Systemen darauf geachtet werden, dass es in jedem Fall eine einfache und technisch sichere Möglichkeit zum Abwählen der Informationsquelle gibt. (Beim Opt-out-Feld  kann zB einmal ausgefüllt in vielen Systemen der Text für jedes weitere Mailing übernommen werden.  Und sobald beispielsweise ein Medienvertreter darum bittet, aus dem Verteiler genommen zu werden (er widerruft er damit seine Einwilligungserklärung, sollte das ohne Wenn und Aber respektiert und zeitnah umgesetzt werden. Bei einigen Webinaren zum Thema gab  es Unsicherheiten, ob man diese Löschung kurz bestätigen darf oder ob dies schon eine Rechtsverletzung sei, Nun ja, im Zweifel sind wir lieber höflich und bestätigen den Wunsch.

Auf jeden Fall gilt:

  • Daten im Unternehmen an zentraler Stelle zusammenführen.
  • Ein formaler Prozess für Anfragen bezüglich der Löschung gespeicherter Daten sollte definiert werden.
  • Es muss festgelegt sein, wer für das Löschen der Daten verantwortlich ist.

Und was ist bei der Zusammenarbeit mit Dienstleistern generell zu beachten? Wer haftet im Falle von Datenschutzverletzungen? Bei den FAQs zum Thema Quelle: pressesprecher.com) lautet die Antwort:

„Die DSGVO sieht vor, dass sich der Auftraggeber nicht hinter Verletzungen des Datenschutzes durch den Auftragnehmer verstecken kann. Sondern er steht für diesen in der Verantwortung, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten durch ihn gemäß der DSGVO erfolgt (Art. 24 Abs. 1 S. 1 DSGVO).

Mehr unter https://www.pressesprecher.com/nachrichten/dsgvo-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-1711454517

Fazit: Lassen Sie sich von ihren Dienstleistern über die Neuerungen in Bezug auf die DSGVO informieren. Bei den meisten Unternehmen wurden zudem feste Ansprechpartner für Datenschutzbelange festgelegt, die im Zweifel mit Ihnen gemeinsam die Datenthematik abklären.

2018-05-24T13:06:43+00:00

Hinterlassen Sie einen Kommentar