//Letzte Ausfahrt DSGVO Teil 1

Letzte Ausfahrt DSGVO Teil 1

Änderungspassus bei technischen Produkten, Diskussion zur digitalen Fotografie und Nutzung von personenbezogenen Motiven

Es bleibt auch auf den letzten Metern wieder einmal spannend, wenn es um die Einführung der DSGVO geht. Zuerst einmal gibt es ganz flink den letzten Stand zum Änderungsmodus zu vermelden.

Privacy by Default

Der „Datenschutz durch Voreinstellung“ Grundsatz soll vorgeben, dass Produkte standardmäßig datenschutzfreundlich eingestellt sein müssen. Hier betrifft eine  Änderung des Artikels 25 Absatz 2 Satz 1. Im Zuge der Änderungen  wurde ein Wort gestrichen.

VORHER: “… die sicherstellen, dass durch Voreinstellung grundsätzlich nur personenbezogene Daten, deren Verarbeitung …”

AKTUELL: “… die sicherstellen, dass durch Voreinstellung nur personenbezogene Daten, deren Verarbeitung…”  Es fällt also das Wort “grundsätzlich” weg. Bedeutet?  Es dürfen durch alle Voreinstellungen nur noch ausschließlich personenbezogene Daten erhoben werden, die für den Zweck auch erforderlich sind.

Digitale Fotografie und personenbezogene Motive

Gerade zum Thema digitale Fotografie wird besonders viel diskutiert. Natürlich sollte beim Thema Persönlichkeitsrecht gut abgewogen werden. Die Verunsicherung ist naturgemäß regelmäßig mit an Bord, wenn es um Bildrechte und die Zustimmung der aufgenommenen Personen geht.

Derzeit geht es um die Frage: ist jedes Foto mit einer erkennbaren Person darauf ab dem 25. Mai 2018 eine erlaubnisbedürftige Datenerhebung?

Im folgenden Artikel mit Hinweisen an Fotografen wird das Für und Wider mit  dem Praxisblick Richtung Events, Sport und ähnlichem thematisiert:

Panikmache ist nicht sinnvoll

Der folgende Link (RechtamBild.de) stützt wiederum die Meinung einiger Rechtsexperten: es sollte zukünftig sogar einfacher sein, fotografisch tätig zu sein.

„Das berechtigte Interesse aus Art. 6 DSGVO lässt zusammengefasst einen ähnlichen oder gar weiteren Spielraum zu, als die Abwägung des Veröffentlichungsinteresses vs. Persönlichkeitsrechts im Rahmen von §§ 22, 23 KUG (KUG=KunstUrhG).“

https://www.rechtambild.de/2018/05/fotografieren-in-zeiten-der-dsgvo-grosse-panikmache-unangebracht/

Wir werden zum DSGVO Trommelwirbel auf den letzten Metern noch Fragen sammeln und diese von den Experten beantworten lassen.

Im Teil 2 – Verteiler und Recherchedienste, Teil 3 –  Was wir sonst noch wissen sollten

2018-05-24T12:51:15+00:00

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