//Sind Low Involvement Produkte im Dschungel der Social Media Trends verloren?

Sind Low Involvement Produkte im Dschungel der Social Media Trends verloren?

Teil 1

Die Diskussion über die aktuellen Social Media Trends ist intensiv, aber auch kontrovers. Auf welche Entwicklungen müssen sich die Marketing-Entscheider einrichten? Wie sollte sich das Marketing um Social Media positionieren? Dabei ist immer zu bedenken, dass Trends sich auf die Veränderung innerhalb der Gesellschaft beziehen und keineswegs eine Antwort auf die Ausrichtung der eigenen Marketing-Strategie geben.

Wie können also Low-Involvement-Produkte von den doch sehr vielschichtigen Social Media Trends profitieren? Low-Involvement-Produkte haben die Herausforderung der Vergleichbarkeit. Bei den Produkten handelt es sich um Güter des alltäglichen Bedarfs, oftmals Massenprodukte. Sie sind gering im Preis und erfordern beim Konsumenten keine große Erklärung. Das Risiko eines Kauffehlers ist eher gering. Die Strategien des Marketings antworten daraufhin mit Kampagnen, die eine hohe Aufmerksamkeit erzielen und vor allem Emotionen hervorrufen, damit der Konsument nun doch eine Nähe zum „kühlen, langweiligen“ Produkt aufbauen kann und die entscheidende Loyalität zum Produkt entwickelt. Wirken sich die Trends auch auf die besonderen Anforderungen der Low-Involvement-Produkte positiv aus? Dafür haben sich die Experten von queo  die aktuellen Trends hinsichtlich ihres Involvements angesehen.

#1: Mobile first

Schon lange beherrscht der Slogan „mobile first“ die Marketingwelt und sollte nicht mehr als Trend gelten, sondern als gesetzt. Nichtsdestotrotz ist dieser Aspekt weiter zu erwähnen, denn das resultierende mobile Suchverhalten und die wachsende Nutzerdauer gerade im Bereich der sozialen Medien haben einen entscheidenden Einfluss auf die Markenwahrnehmung. 30 Millionen Menschen in Deutschland waren im 1. Quartal 2017 jeden Monat auf Facebook aktiv, davon nutzen 27 Millionen Menschen Facebook auf ihrem Mobilgerät (Quelle: Allfacebook, Juni 2017). Die Kür ist demnach nicht mehr nur Mobile zu sein, sondern die eigene Kommunikation auf Mobile zu optimieren.

Facebook hat mit Canvas ein interaktives Werbemittel auf den Markt gebracht, welches ausschließlich auf dem mobilen Facebook Newsfeed ausgespielt wird. Durch Wischen und Kippen im Vollbildmodus interagiert der User durch die Produkt- und Markenwelt. Eine gute Möglichkeit die Awareness zum Produkt zu stärken.

Fazit: Mobile ist ein Pflichtprogramm für jegliche Art von Produkte und Marken. 

#2: Die richtige Mischung aus organischer und bezahlter Reichweite

Der Facebook-Algorithmus bewertet Aktionen von Freunden als einen entscheidenden Ranking-Faktor, sodass die Sichtbarkeit für organischen Content zurückgehen wird. Ein klarer Schachzug seitens Facebook. Bei Unternehmen rückt demnach die Reichweite über Bezahlung umso mehr in den Fokus.

Fazit: Die Entwicklung sollte nicht abschrecken, denn eine gute Content-Strategie kann ebenso Interaktionen hervorrufen und das Produkt wieder in den sichtbaren Bereich der Nutzer bringen. Der Aufwand ist natürlich um einiges höher als das Setzen eines einfachen Posts auf der eigenen Seite. Gerade dies ist für die Low-Involvment-Produkte eine Herausforderung. Die Aufgabe ist es, Inhalte zu posten, die Reaktionen auslösen, Shares und Likes initiieren. Nichtsdestotrotz wird es eine Mischung aus bezahlten Anzeigen und einer interaktiven Content-Strategie bleiben, um das Maximum an Reichweite herauszuholen.

#3: Streaming

Streaming an sich ist ebenfalls nix Neues. YouTube und Twitter haben es vorgemacht und jetzt ist endlich auch bei Facebook Live-Streaming verfügbar. Die Nutzer können ihren Content live aufnehmen und streamen. Die Inhalte können wiederum live kommentiert und unmittelbar beantwortet werden.

Die Kosmetikmarke Benefit hat die Funktion des Facebook Live-Streamings in ihrer Kommunikation schon seit längerem mit aufgenommen. In ihrer Serie „Tipsy Tricks“ zeigte sie jeden Dienstag um 16:15 Uhr eine Episode. Das Besondere lag darin, dass über Umfragen die Nutzer die Inhalte der aktuellen Sendung bestimmten. Fragen aus dem Publikum wurden direkt beantwortet. Die Nutzer konnten somit die Sendung interaktiv gestalten und miterleben. Ein weiterer Vorteil lag darin, dass Benefit lernte, wo die Produktvorlieben ihres Zielpublikums liegen.

LINK: (https://www.facebook.com/benefitcosmetics/videos/10153607587908148/)

Fazit: Die neuen Streaming-Funktionen der Social MediaPlattformen erlauben nicht nur das Teilen interaktiver Inhalte, sondern auch zeitnahes Feedback. Produkte können sich somit in Echtzeit in Szene setzen und mit den potenziellen Käufern direkt interagieren. Eine klare Empfehlung diesen Trend mitzudenken.

Quelle und Autoren: http://www.queo.de

Was zu Chatbots zu sagen wäre und  was sich hinter Advocacy Marketing  verbirgt? Morgen geht es weiter hier im Blog.

2018-03-06T15:01:08+00:00

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