//E-Mail-Marketing und B2B-Leadgenerierung: Vorgaben der DSGVO für den Versand von Newslettern

E-Mail-Marketing und B2B-Leadgenerierung: Vorgaben der DSGVO für den Versand von Newslettern

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) betrifft auch den Versand von Newslettern und die Generierung von Leads im E-Mail-Marketing. Ab dem 25. Mai 2018 müssen Sie diese Datenschutzregelungen beachten und mit personenbezogenen Informationen wie Name und E-Mail-Adresse, die Sie bei der Newsletter-Werbung abfragen, wie bereits bisher sorgsam umgehen.

1. Newsletter-Werbung ohne Einwilligung

Laut DSGVO dürfen Sie diese Daten nur dann verarbeiten, wenn es gesetzlich gestattet ist oder wenn Sie die Einwilligung der Newsletter-Adressaten eingeholt haben (Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 DSGVO). Sofern es um bestehende Kundenbeziehungen geht, können Sie auch ohne Einwilligung der Empfänger Newsletter-Werbung versenden (§ 7 Abs. 3 UWG). Bei dieser Direktwerbung müssen Sie jedem Interessenten das Recht einräumen, der Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten jederzeit widersprechen zu können.

2. Einwilligung der Newsletter-Interessenten einholen

In allen anderen Fällen dürfen Sie die personenbezogenen Daten Ihrer Newsletter-Interessenten nur dann verarbeiten, wenn die Betroffenen in die zweckmäßige Datenerhebung eingewilligt haben. Sie sollten diese Punkte beachten:

  • Verwendungszweck angeben
    Aus dieser Einwilligung muss sich ergeben, welche personenbezogenen Informationen Sie zu welchem Verwendungszweck verarbeiten werden.
  • Aktive Einwilligungshandlung verlangen
    Zudem muss der Newsletter-Interessent eine aktive Einwilligungshandlung setzen, indem er beispielsweise von sich aus ein bestimmtes Kästchen auf Ihrer Website anklickt.
  • Nachweispflicht berücksichtigen: Als Websitebetreiber müssen Sie nachweisen können, dass Ihre Nutzer in die Datenverarbeitung eingewilligt haben. Deshalb sollten Sie beim Anmeldungsprozedere für Ihren Newsletter das Double Opt-In-Verfahren einsetzen. Demnach füllt Ihr Nutzer zuerst ein Anmeldeformular aus. Im nächsten Schritt senden Sie Ihrem Interessenten eine E-Mail inklusive Aktivierungslink zu. Ihr E-Mail-Empfänger kann die Newsletter-Anmeldung nur dann abschließen und in die Newsletter-Verteilerliste eingetragen werden, wenn er den Aktivierungslink betätigt. Außerdem sollten Sie diese Eintragung inklusive Datum, Uhrzeit und IP-Daten elektronisch protokollieren und abspeichern. Mit dem Double-Opt-In-Verfahren und der elektronischen Protokollierung erfüllen Sie Ihre Nachweispflicht.
  • Widerrufsrecht einräumen: Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Newsletter-Abonnenten über ihr jederzeitiges Widerrufsrecht aufzuklären, bevor sie ihre Einwilligung in die Datenverarbeitung erteilen. Die DSGVO geht über die bereits bestehende Verpflichtung hinaus, weil sie ein „Simplizitätsgebot“ normiert. Demnach müssen Sie als Shopbetreiber den Widerruf so einfach gestalten wie die Einwilligung. Im Idealfall platzieren Sie in jeder E-Mail einen Link, durch dessen bloßes Anklicken die Empfänger die Einwilligung in die Datenverarbeitung widerrufen können.

3. Informationspflichten wahrnehmen

Wenn Sie E-Mail-Marketing betreiben, müssen Sie Ihre Interessenten in der Datenschutzerklärung über diese Punkte informieren:

  • Zweck der Datenverarbeitung
  • Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 lit. a DSGVO als Rechtsgrundlage anführen
  • Angaben zur Dauer der Datenspeicherung
  • jederzeitiges Widerrufsrecht

Für Shopbetreiber, die Newsletter-Werbung versenden, bringt die DSGVO keine großen Neuerungen, da diese Datenschutzvorgaben bereits jetzt deutsche Rechtspraxis sind. Die bestehenden Einwilligungen gelten weiter, sofern sie mit den Regelungen des BDSG, des TMG und der DSGVO konform sind.

2018-02-20T14:44:21+00:00

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