//Recruiting 4.0: Was uns in der Personalbeschaffung zukünftig erwartet

Recruiting 4.0: Was uns in der Personalbeschaffung zukünftig erwartet

Die Luft wird dünner für klassische Personalabteilungen, in denen Stellenanzeigen in der Tageszeitung noch immer zum Nonplusultra der Personalarbeit zählen. Recruiting 4.0 heißt das Schlagwort, unter dem verschiedene Trends in der HR-Welt zusammengefasst werden und die mit einem Paukenschlag das neue Jahrtausend des Recruitings einläuten. Auch im Personalwesen hinterlassen die Digitalisierung und die moderne Art der Mediennutzung ihre Spuren.

Veränderungen dienen (noch) oft nur dem Selbstzweck

„Wir nutzen jetzt eine Bewerbermanagement-Software!“, hört man in diesen Tagen viele Unternehmen begeistert preisgeben. Doch wirft man einen Blick hinter die Kulissen, trifft oftmals schnell Ernüchterung ein. Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen fehlt häufig die Zeit, um die Systeme vollständig auf den Personalbeschaffungsprozess anzupassen und sie in der Praxis zu testen. Die Folge: Ein schlechtes Customizing und häufig nach wie vor manuelle Eingaben kosten viel Zeit und stellen den Nutzen der Softwarelösungen in Frage.

Trotz aller neuen Technik, die viele Unternehmen einsetzen, hat sich an der grundsätzlichen Denke der Arbeitgeber kaum etwas geändert. Ob man nun die Stellenanzeige in einer Tageszeitung oder im Netz schaltet, spielt keine Rolle – die Bewerbungen gehen ein, sie werden erfasst (mit etwas Glück softwareunterstützt mit etwas weniger Aufwand), manuell ausgewertet, Bewerber zum Gespräch gebeten und schließlich vielleicht ein passender Kandidat ausgewählt.

Von vielen unbemerkt hat sich das Bild der Personalarbeit grundlegend geändert – die alten Muster des Recruitings passen nicht mehr. Wer heute Bewerber zielgruppengerecht ansprechen möchte, sollte sich mit Recruiting 4.0 beschäftigen.

Weg von der Anonymität – hin zum Menschen

Bisher trat der Personalverantwortliche kaum persönlich in Erscheinung – nur allzu oft versteckte man sich hinter anonymen E-Mail-Adressen. Hier gibt es eine starke Verschiebung, weg von der Anonymität und hin zum Menschen. Auf Karriereseiten sieht man immer mehr Gesichter – echte Gesichter, die im Unternehmen arbeiten und im Idealfall etwas zu erzählen haben. Den Kontakt zur HR-Abteilung stellt der Bewerber über entsprechende Vorstellungsrunden auf der Karrierewebsite her oder meldet sich bei seinen Ansprechpartnern direkt über die Social-Media-Kanäle, statt eine Standard-Bewerbung zu verschicken. Es werden schnellere Antworten erwartet, ein Zwischenbescheid nach drei Wochen entspricht längst nicht mehr dem Zeitgeist.

Welchen Anforderungen sehen sich HR-Spezialisten auf dem Weg zum Recruiting 4.0 gegenüber? Wie gelingt es, diese neue Art der Personalbeschaffung für das eigene Unternehmen zu nutzen? Im Rahmen der B2B Insider Online Fokus Konferenz HR 2018 erfahren Sie in kompakter Form, was es mit dem Trend Recruiting 4.0 auf sich hat. Sichern Sie sich jetzt einen der letzten freien, kostenfreien Plätze für unsere Webinar-Vortragsreihe vom 17. bis 19. April 2018! Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen finden Sie hier.

Technik in der HR-Arbeit: Was sich mit Recruiting 4.0 verändert

Die neue Art des Recruitings wird gerade im technischen Bereich viele Neuigkeiten nach sich ziehen, aber sich auch in den Anforderungen für Personaler wiederspiegeln. So müssen sie sich beispielsweise auf diese Themen einstellen:

  • Ausdrucksfähigkeit: Die Personalarbeit findet zunehmend in sozialen Medien statt – Ausdrucksfähigkeit und gute Kommunikationsfähigkeiten sowie eine hohe Social-Media-Kompetenz sind unerlässlich.
  • Online Marketing: Die Suchmaschinenoptimierung auch für den HR-Bereich wichtig, vor allem wenn es um die Sichtbarkeit von Karrierewebsites sowie Stellenanzeigen geht.
  • Active Sourcing: Die direkte Ansprache von potenziellen Kandidaten in beruflichen Netzwerken und Social-Media-Kanälen nimmt an Fahrt auf und macht damit klassischen Headhuntern Konkurrenz.
  • Networking: Der Recruiter fungiert zunehmend als Netzwerker und stellt den Kontakt zu Bewerbern her. Er tritt persönlich auf und ist mitunter auch Markenbotschafter für das Unternehmen in Hinblick auf die Arbeitgebermarke.
  • Softwarelösungen: Für den HR-Bereich werden immer mehr innovative Softwarelösungen bereitgestellt, die die Arbeit erleichtern sollen. Bewerbermanagementsysteme, digitale Personalakten, Job-Apps, vernetzte Karrierewebsites, Multichanneling, Talent Management, Recruitment Process Outsourcing – hier gilt es, den Überblick zu behalten, sich auf das Wichtigste zu fokussieren und für eine sinnvolle Vernetzung der Softwareprodukte untereinander zu sorgen.

Machen Sie sich jetzt startklar, denn Recruiting 4.0 wird kommen – ob Sie bereit sind oder nicht!

2018-02-09T09:51:18+00:00

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