//Wie erstelle und manage ich meine ersten Facebook Kampagnen?

Wie erstelle und manage ich meine ersten Facebook Kampagnen?

Aufwand und Bedeutung von Social Media Aktionen werden immer wieder gleichermaßen unterschätzt. “Sozial Media? Das macht die Praktikantin – die kennt sich aus mit Facebook“, solche Herangehensweise ist im ersten Moment nachvollziehbar, bringt aber kaum den gewünschten Erfolg.

Denn auch hier gilt: Vorbereitung ist wichtig und es geht um grundlegende Basics.

  1. Der Start

Man braucht ein Konzept, einen Redaktionsplan und muss die Mitarbeiter und die relevanten Abteilungen gleichermaßen mit ins Boot holen.  Bei den Inhalten für Social Media Aktionen im B2B Umfeld gilt die goldene Regel Kontinuität. So gehört unter anderem bei den Wochenmeetings und Jour Fixen der Input für Social Media mit auf die Liste. Was gibt es zu melden und was könnte potentieller Content für die Meldungen sein.

  1. Die Ernüchterung

Wichtiger Hinweis für die Praxis. Mangelndes Durchhaltevermögen vs. energievoller Start? Das bringt nur Frust. In der Tat, nicht wenige (Corporate) Blogs starten sehr ambitioniert, dann „verheddern“ sich die Verantwortlichen jedoch. Schade, denn so schläft recht bald das Interesse ein und der Effekt verpufft. Es gilt also konsequent dabeizubleiben. Bitte mit Konzept!

  1. Scheu vor sozialen Medien?

Wem Soziale Medien noch fremd sind, der befürchtet oft etwas falsch zu machen und gleich negative Bewertungen oder Kommentare bis hin zum berüchtigten Shit Storm zu ernten. Hier gilt der einfache wie wichtige Rat: Mutig und neugierig sein! Schließlich haben Sie etwas zu sagen und es sollen möglichst viele Adressaten (Ihrer Zielgruppe) wahrnehmen!

7 Goldene Regeln für die Vorbereitung und Umsetzung (in Zusammenarbeit mit dem Experten Thorsten Scholl)

  1. Konzept, Plan, Ziele sind unerlässlich für eine gute Vorbereitung; diese dürfen und sollten aber auch immer wieder neu definiert werden, wenn die Situation oder Zielvorgabe sich ändern.
  2. Investieren Sie in eine ausführliche Recherche. Was machen denn die Mitbewerber? Was gefällt mir daran / was nicht?
  3. Der Beobachterposten: Was funktioniert auf Facebook in meiner Zielgruppe/Branche? Das sollte zum regelmäßigen Monitoring gehören.
  4. Der Faktor Zielgruppe: Denken Sie sich immer wieder in die Erwartungshaltung Ihrer Zielgruppe hinein. Stellen Sie Fragen wie: Was erwarten unsere Kunden? Was interessiert unsere (Neu)Kunden?
  5. Realisierung und Team: Am besten funktioniert eine Facebookseite, wenn sie direkt im Unternehmen umgesetzt wird.
  6. Für die Teambildung gilt: Haben Sie KollegInnen im Marketing-/Vertriebsteam, die offen, eloquent sind und schon Erfahrung mit Social Media Umsetzungen haben? Falls nicht, dann  lassen Sie Ihre Mitarbeiter gezielt dazu schulen oder holen Sie sich einen Externen an Bord, der beobachtet und die Aktivitäten kontinuierlich betreut.
  7. Social Media Know-how lässt sich erwerben! Tipp: Information ist alles. Das Netz ist voll mit Tipps, Blogs sowie detaillierten Whitepapers zum Thema. Die Hilfe-Seiten von FB sind vernünftig aufbereitet und geben gute Ratschläge. https://www.facebook.com/business/   Zudem gilt: keine Scheu bei Fragen untereinander! Auch hier gibt es Gruppen wie „Fanpage Admins“ wo man sich gegenseitig hilft.

Der Stufenplan für die erste FB Kampagne im Überblick

  • Konzept erstellen
  • Technische Tools ausfiltern und praktisch anwenden/erlernen,
  • unveröffentlichte Seiten erstellen (Ausprobieren, Testen)
  • Going Live
  • Seite promoten (Schalten Sie FB-Werbeanzeigen  in der zu adressierenden Zielgruppe)
  • Präsenz zeigen: Weisen Sie in allen Kanälen auf die neue FB-Seite hin: auf der Webseite, im Newsletter, in der E-Mail-Signatur u.w. verfügbaren Kommunikationskanälen
  • Kontinuität zeigen, zyklisch arbeiten: In regelmäßigen Abständen Beiträge posten, so dass sich eine Fangemeinde aufbauen lässt.

Noch ein Rat:

Wer eine B2B-FB-Seite hat, sollte ebenfalls auf Xing (bei internationalen Kunden auch LinkedIn) diese Inhalte abbilden. Dies kann im ersten Schritt das Firmenprofil mit den Basisinfos sein.

Stellt sich noch die Frage: Langer Atem oder schneller Erfolg? Welche Zeitabläufe sind realistisch?

Beides ist denkbar und von ziemlich vielen Faktoren abhängig (Produkt, Branche, Zeitpunkt). 1000 Fans sind in der Regel ein gutes Ziel für B2B Seiten: Aber auch wer nur auf 200 Fans kommt, sollte ruhig weitermachen – denn mit den Werbemöglichkeiten auf Facebook kann man zumeist eine sehr genaue Zielgruppe definieren und ansprechen; natürlich auch außerhalb der eigenen Fan-Gemeinde.

Fragen zur Umsetzung und Praxisbeispiele gefällig? Mehr Infos unter www.profficer.de

2017-11-23T15:17:40+00:00

Hinterlassen Sie einen Kommentar